Sonntag, 20. Februar 2005

Komletter Text

Pisa der Aufschrei!
Ein kurzer Aufschrei, der sich schon wieder gelegt hat.

Frauen im Lehrberuf aus dem Schulmuseum in Friedrichshafen am Bodensee Die Frau ist der Berufsausbildung körperlich, geistig und nervlich nicht gewachsen„Mädchen, die mit 20 Jahren in blühender Schönheit in das Amt treten, sehen schon nach einer Arbeit von 6-8 Jahren wie ganz verblühte alte Jungfern aus.
Im Alter von 30-35 Jahren, wenn der Jüngling im Lehrberuf erst recht zu eben der durch ernste Studien und Vorarbeiten erlangten Kraft sich recht zu freuen beginnt, sind die Lehrerinnen oft bereits ganz gebrochen, nervös, leidend, beständig kränklich und erfüllen ihre Pflichten ohne Freudigkeit unter inneren Qualen. Mit 40 Jahren haben fast alle ohne Unterschied mit beständigem Siechtum zu kämpfen, so dass ihr Leben von dieser Zeit an als ein im Grunde trauriges bezeichnet werden muss“ (1898) Der männliche Lehrer ist geeigneter für die Erziehung von Mädchen„ … da nur der Mann das Weib erziehen kann. Er weiß es besser als sie selbst, welche Eigenschaften ihm an ihr am besten gefallen, am wünschenswertesten sind, welche die notwendigen Ergänzungen seiner eigenen Natur bilden.“ (1896)




Reform der Lehrerausbildung

Aussage von Holger Rupprecht (Potsdam) Bildungsminister (parteilos):
Lehrkräfte müssen zu Wissensvermittlern ausgebildet werden. Der Unterricht müsse sich mehr an der Lebenswirklichkeit von Schülern orientieren. Doch die Umstellung an den Universitäten in diese Richtung setze zu langsam ein.
Der Lehrer der Zukunft sei kein dozierender Alleinunterhalter an der Tafel, sondern der anleitende Hilfesteller für Schüler, der das Lernen lernt.1

Pisa 2003
Vorgehensweise
Bei Pisa 2003 liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der Erfassung der mathematischen Kompetenz. Mehr als die Hälfte ca. 55 % der Aufgaben beziehen sich auf Mathematikfähigkeiten. Bei den Leistungen geht es weniger um Faktenwissen als vielmehr um die Fähigkeit am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen.

Beteiligte Länder
Albanien, Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hong Kong, Indonesien, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Korea, Lettland, Luxemburg, Mazedonien, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Serbische Republik, Slowakische Republik, Spanien, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Tunesien, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Staaten von Amerika


Mindesteilnehmerprobe
Pia misst alle 3 Jahre in rund 45 Ländern Leistungen von 15 Schülern in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften. Weiterhin werden fächerübergreifende Kompetenz erfasst. Ziel ist es den teilnehmenden Staaten vergleichen de Daten über die Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme zur Verfügung zu stellen. Die Bundesregierung beteiligt sich an diesem Programm aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Kultusminister der Länder.
In der Pisa -Untersuchung von 2003 wurden die Schulen aus insg. 1500 Schulen durch ein Zufallsverfahren ausgewählt.

Stichprobe: Pisa I, Pisa I Plus, Pisa E
1. Schritt: Schulen werden durch Zufallsverfahren ausgewählt. 2. Schritt: Auswahl der Schüler durch Zufallsverfahren
Pisa I : kleinste Gruppe mit ca. 5.500 Schülern an 220 Schulen mit jeweils 25 Schülern
Pisa I plus: Erweiterung der Stichprobe um 400 weitere Klassen mit insg. 9000 Schülern
Pisa E : Ergänzungsprobe 50.000 Schüler aus 1500 Schulen

Zielgruppe/Testgebiete
Zielgruppe: 15- jährige Schülerinnen
Testgebiete: international entwickelten Leistungstests der verschiedenen Kompetenzbereiche, national entwickelten Tests, Fragebogenteil (Schüler-, Schulleiter-, Lehrer- und Elternfragebogen, sorgfältige Erfassung der Sozialstruktur der Schülerschaft mittels eines Schülerfragebogens

Studienunterschiede
In den Jahren 2000, 2003 und 2006 werden 15-jährige Schüler und Schülerinnen in verschiedenen Kompetenz mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten getestet aus 1500 Schulen in ganz Deutschland.

Schwerpunkte der einzelnen Studien:
2000: Lesen, Mathe, Naturwissenschaften, selbstreguliertes Lernen
2003: Lesen, Mathe, Naturwissenschaften, Problemlösen
2006: Lesen, Mathe, Naturwissenschaften, Informationstechnologien
Naturwissenschaften: Physik, Chemie, Biologie und Geowissenschaften

Inhaltlicher Schwerpunkt 2003

2003 lag der Schwerpunkt auf der Erfassung der Mathematischen Kompetenz. Die Mathematikaufgaben messen etwas mehr als die Hälfte (55%). Aus den Bereichen Lesen , Naturwissenschaften und fächerübergreifendes Problemlösen jeweils 15%.
Hierbei geht es weniger um Faktenwissen als um die Ermittlung der Fähigkeiten die wichtig sind um am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen.
Die Sozialstruktur der Schüler/innen wird mittels eines Schülerfragebogens miteinbezogen. In einigen Schulen findet eine kurze Elternbefragung statt.
Befragungsbogen zu den Schulen, Rahmenbedingungen, Schulorganisation, Schulressourcen, werden wegen der Beeinflussung der Schülerinnen ebenfalls verteilt.

Schülerkompetenz im Vergleich

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
1. Bei den deutsche Jugendlichen ist im Vergleich zu anderen Ländern eine besonders große Spannbreite der Leistungen festzustellen.
2. Der Anteil Leistungsschwacher ist in Deutschland besonders hoch (fast 25 %).
3. In Deutschland gibt es keine ausgesprochene Elite.
4. Mädchen schneiden in Deutschland vor allem in der Lesekompetenz besser ab als Jungen.

Bewertung und SchlussfolgerungenDie PISA- Ergebnisse haben große öffentliche Resonanz gefunden. Die Kultusminister haben im Jahre 2001 eine Schlussfolgerung gefasst: „eine klare Ausrichtung des Unterrichts weg von theoretischer, lebensferner Bildung hin zu einer handlungs- und anwendungsorientierten Kompetenz der Schülerinnen und Schüler in Deutschland.Maßnahmen zur Verbesserung der Professionalität der Lehrertätigkeit, insbesondere im Hinblick auf diagnostische und methodische Kompetenz sowie verpflichtende Weiterbildung für Lehrer Stärkung der Lehr- und Lernforschung. Einführung Gesamtschule für alle?Die Leistungen von Gesamtschülern gegenüber gleich begabten Realschülern bzw. Gymnasiasten am Ende des 10. Jahrgangs einen Rückstand von 2 bzw. 3 Jahren aufweisen. Ferner werde auch die soziale Integration durch Gesamtschulen nicht gefördert. Für die Politik gibt es im Bildungsbereich aus der PISA-Studie z.Z. keinen unmittelbaren Handlungsbedarf, weil sich die Schlussfolgerungen ausschließlich auf den Schulbereich in Länderzuständigkeit erstrecken; es sei denn, man will – ähnlich wie im Hochschulbereich – eine Bundesrahmenkompetenz für die Schule einführen. Damit würden wir aber bereits an unseren eigenen Ländern scheitern. Doch nicht nur die Schulen, auch die Familien müssen gestärkt werden, wurde aus der PISA-Studie deutlich.
● Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit
● finanzielle Gerechtigkeit für Erziehende und
Elternkompetenz stärken
● Erziehungskompetenz der Eltern verbessern wodurch die Entwicklung vom Kinder unterstützt wird Denn die Grundlagen für soziale Kompetenz, aber auch für die Lesefähigkeit von Kindern werden nicht nur in den Schulen, sondern zum großen Teil auch in den Familien gelegt.

- Bild -

www.lpn.uni-kiel.de
www.4.am/Pisastudie-keinen-kuemmerts-mehr.html
www.skh.de/pisa/pdf/material.htm

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rahel - 20. Feb, 19:31

Liebe Sabine!

Werde dir hoffentlich morgen antworten!
Grüße von Rahel

BItte schau noch mal auf meine Beiträge...
zB. Namens und Weblogangabe etc.

rahel - 21. Feb, 18:01

Liebe Sabine!

Ich habe dir heute 2 Mails geschickt, ich hoffe, die sind angekommen!
Grüße von Rahel

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